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Die antisemitische Ideologie der Islamischen Republik Iran

Vortrag und Diskussion mit Ulrike Marz
21. Mai | 19 Uhr | Universität Leipzig (HSG) | Hörsaal 11

Antisemitismus ist ein zentrales Element der Ideologie des iranischen Regimes. Schon der einstige Revolutionsführer Khomeini war in einer klassischen Projektion seiner eigenen globalen Herrschaftsgelüste davon überzeugt, er müsse gegen die Errichtung eines „jüdischen Weltstaats“ kämpfen. Im Vortrag wird über den Status der heute im Iran lebenden Juden als systematisch diskriminierte Minderheit gesprochen, die Holocaust-Leugnung durch zentrale Vertreter des iranischen Regimes analysiert sowie die Bedeutung der Hetzschrift „Die Protokolle der Weisen von Zion“ herausgearbeitet. Neben der Darstellung der semantischen Dimension, die vielfach der Rhetorik des modernen europäischen Antisemitismus ähnelt, soll gezeigt werden, dass der iranische Antisemitismus weder als Import aus den westlichen Gesellschaften, noch als aus dem Islam entspringend zu verstehen ist. Der iranische Antisemitismus ist eine moderne Ideologie, die mit antimodernen Inhalten und modernen Mitteln an ihrer Durchsetzung arbeitet.

Ulrike Marz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie und Demographie der Universität Rostock. Im Jahr 2014 veröffentlichte sie die Studie „Kritik des islamischen Antisemitismus. Zur gesellschaftlichen Genese und Semantik des Antisemitismus in der Islamischen Republik Iran.“.

Veranstaltungshinweis für den 30. Januar in Halle

Auf folgende Veranstaltung der AG Antifa an der Universität Halle in Kooperation mit den Antifanews bei Radio Corax möchten wir hinweisen:

„I don’t like Mondays“. Deutschland, Pegida und der Islamische Staat.

Es gibt kaum einen namhaften Politiker, der sich in den vergangenen Wochen nicht kritisch zu den Aufmärschen der „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa) und den Montagsdemonstrationen der Dresdner „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) geäußert hat. Bundespräsident Gauck bezeichnete die Demonstranten als „Chaoten“; Sigmar Gabriel (SPD) sprach von einer „Schmutzkampagne“. Die Kanzlerin nutzte selbst ihre Neujahrsansprache, um vor Pegida zu warnen. Diese Stellungnahmen zeigen zwar, dass in nächster Zeit weder mit jenem „Bündnis von Mob und Elite“ zu rechnen ist, das Anfang der neunziger Jahre existierte. Noch wird das Ressentiment gegen Moslems zur neuen deutschen Leitkultur, wie einige Journalisten befürchten: Auch nach den Anschlägen von Paris gingen bundesweit mehr als 200.000 Menschen auf die Straße, um gegen Pegida zu demonstrieren. Allein die Vehemenz, mit der sich Vertreter aller im Bundestag vertretenen Parteien zu den Dresdner Aufmärschen äußern, sprechen jedoch dafür, dass sie dem Bündnis weiteres Mobilisierungspotential zutrauen. Tatsächlich gibt es in zahlreichen Städten – von Bonn über Düsseldorf bis nach Leipzig und Magdeburg – Nachahmer; auch bei den Pegida-Demonstrationen zeichnet sich noch kein Rückgang der Teilnehmerzahlen ab: Hatte der erste Aufmarsch im Oktober 2014 nur 350 Teilnehmer, waren es Anfang Januar bereits mehr als 20.000.

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Islamistisches Zentrum in Hamburg – deutsche Delegation im Iran

Auf einige aktuelle Meldungen der Kampagne STOP THE BOMB sei hiermit hingewiesen:

Die Öffentlichkeit ist schockiert über das islamistische Massaker in Paris. Nach der Hinrichtung einer ganzen Zeitungsredaktion und den antisemitischen Morden in einem Supermarkt für koschere Lebensmittel werden nun auch in Deutschland zahlreiche islamistische „Gefährder“ strenger überwacht. Die Bekämpfung des islamistischen Terrorismus ist jedoch nicht nur eine Sache der Sicherheitsbehörden, sondern ganz besonders der Politik. Doch hier liegt ein Problem: Das „Islamische Zentrum Hamburg“ verfolgt eine islamistische Agenda und wird vom Iran gesteuert. Gleichzeitig ist es jedoch durch einen Staatsvertrag aus dem Jahr 2012 offizieller Partner der Stadt Hamburg. STOP THE BOMB fordert die Aufhebung des Staatsvertrages des Hamburger Senates mit diesem Zentrum.

Nur eine Woche nach einem Treffen der Iran-Lobby im Bundestag befindet sich eine Bundestagsdelegation unter Leitung von Claudia Roth im Iran. Alle Beteiligten sind Mitglieder des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Roth traf sich dort mit Gesprächspartnern, die für ihre Beteiligung an terroristischen Aktivitäten und ihre Holocaustleugnung bekannt wurden und sprach laut Pressemeldungen unter anderem über den Ausbau von Wirtschaftsbeziehungen. STOP THE BOMB verurteilt die Reise und fordert eine scharfe Sanktionspolitik gegen das Regime, die Jerusalem Post berichtete über die Proteste.