Schlagwort-Archive: ISIS

Die Feinde Israels

Eine Veranstaltungsreihe des Bündnisses gegen Antisemitismus und Antizionismus Leipzig in Kooperation mit dem Jungen Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Leipzig, der Initiative Emanzipation & Antifaschismus sowie dem Arbeitskreis Gesellschaftskritik.

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Veranstaltungshinweis für den 30. Januar in Halle

Auf folgende Veranstaltung der AG Antifa an der Universität Halle in Kooperation mit den Antifanews bei Radio Corax möchten wir hinweisen:

„I don’t like Mondays“. Deutschland, Pegida und der Islamische Staat.

Es gibt kaum einen namhaften Politiker, der sich in den vergangenen Wochen nicht kritisch zu den Aufmärschen der „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa) und den Montagsdemonstrationen der Dresdner „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) geäußert hat. Bundespräsident Gauck bezeichnete die Demonstranten als „Chaoten“; Sigmar Gabriel (SPD) sprach von einer „Schmutzkampagne“. Die Kanzlerin nutzte selbst ihre Neujahrsansprache, um vor Pegida zu warnen. Diese Stellungnahmen zeigen zwar, dass in nächster Zeit weder mit jenem „Bündnis von Mob und Elite“ zu rechnen ist, das Anfang der neunziger Jahre existierte. Noch wird das Ressentiment gegen Moslems zur neuen deutschen Leitkultur, wie einige Journalisten befürchten: Auch nach den Anschlägen von Paris gingen bundesweit mehr als 200.000 Menschen auf die Straße, um gegen Pegida zu demonstrieren. Allein die Vehemenz, mit der sich Vertreter aller im Bundestag vertretenen Parteien zu den Dresdner Aufmärschen äußern, sprechen jedoch dafür, dass sie dem Bündnis weiteres Mobilisierungspotential zutrauen. Tatsächlich gibt es in zahlreichen Städten – von Bonn über Düsseldorf bis nach Leipzig und Magdeburg – Nachahmer; auch bei den Pegida-Demonstrationen zeichnet sich noch kein Rückgang der Teilnehmerzahlen ab: Hatte der erste Aufmarsch im Oktober 2014 nur 350 Teilnehmer, waren es Anfang Januar bereits mehr als 20.000.

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Entgrenzte Katastrophe. Syrien, Irak und der „Islamische Staat“.

Vortrag und Diskussion mit Thomas von der Osten-Sacken
14. November | 18 Uhr | Universität Leipzig (HSG) | Hörsaal 3

„Hier erhebt sich und flattert die Flagge der Einheit Gottes. Ihr Schatten bedeckt Land von Aleppo bis Diyala. Unter ihr sind die Mauern der Heuchler niedergerissen worden, ihre Flaggen gefallen und ihre Grenzen zerstört worden. Ihre Soldaten sind entweder getötet, gefangen oder besiegt. Die Muslime sind geehrt. Die Ungläubigen sind mit Schande bestraft. Die Sunniten sind Herrscher und werden hochgeachtet. Das Volk der Ketzer ist gedemütigt. […] Kreuze und Gräber sind zerstört. Gefangene werden durch die Klinge des Schwertes befreit. […] Wir erklären gegenüber den Muslimen, dass es mit der Ausrufung des Kalifats die Pflicht aller Muslime ist, dem Kalifen Ibrahim Treue zu schwören und ihn zu unterstützen. Die Legitimität aller Emirate, Gruppen, Staaten und Organisationen wird nichtig durch die Ausbreitung der Herrschaft des Kalifats und die Ankunft seiner Truppen in ihren Gebieten. […] Bei Gott, wenn ihr der Demokratie, dem Säkularismus, dem Nationalismus, ebenso wie all dem anderen Müll und den Ideen aus dem Westen keinen Glauben schenkt und zur eurer Religion und eurem Glauben eilt, dann, bei Gott, wird die Erde euch gehören und der Osten und Westen werden sich euch unterwerfen. Das ist das Versprechen Gottes an euch.“

Mit diesen Worten rief der Sprecher der dschihadistischen Terrorsekte ISIS, Abu Mohammed al-Adnani, Ende Juni einen islamischen Gottesstaat aus. Zu diesem Zeitpunkt kontrollierte die aus einem al-Kaida-Ableger hervorgegangene und fortan als „Islamischer Staat“ (IS) firmierende Organisation ein Gebiet, das sich von der syrisch-türkischen Grenze bis wenige Kilometer vor Bagdad erstreckte und dabei weite Teile des östlichen Syrien und den Großteil des nördlichen Irak umfasste. In den Gebieten, die die sunnitischen Gotteskrieger unter ihre Kontrolle gebracht hatten, etablierten sie ein Regime des entfesselten Tugendterrors: Gnadenlos wird gegen jene vorgegangen, die den neuen Machthabern als Ungläubige, Apostaten und Ketzer gelten. Ganz in Analogie zu den Lehren und dem Leben Mohammeds gehören Exekutionen, Vergewaltigungen und Verstümmelungen sowie Frauenhandel und Zwangsheiraten zum alltäglichen Vollzug. Entsprechend der strikten Scharia-Gesetze, deren Einhaltung von einer Sittenpolizei überwacht wird, sind der Alkoholkonsum und das Rauchen tabu und werden ebenso wie die „ungenügende“ Verschleierung von Frauen mit martialischen Strafen belegt.

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